WORKSHOP 3: Lernende Stadt Gelsenkirchen – Zukunft gestalten durch Partizipation

Werner Rybarski, aGEnda 21-Büro, Stadt Gelsenkirchen

Die Anforderungen an Städte als zentrale Bildungsorte wandeln sich und werden komplexer: Neue Wege der Zusammenarbeit und Lösungen sind gefragt, damit Städte ihrer Funktion als Lebens-, Kultur- und Bildungsort für alle gerecht werden können. Dabei spielt die Zivilgesellschaft eine große Rolle. Doch wie kann die Zivilgesellschaft aktiv in die Gestaltung der Stadt eingebunden werden, ohne dabei vorgeschriebene politische Entscheidungsprozesse berücksichtigen zu müssen? Wie können niedrigschwellige Möglichkeiten des Mitmachens geschaffen werden? Wie können die Menschen, Vereine und Initiativen vor Ort motiviert und gefördert werden, ihren Beitrag zu leisten und damit eine gesamtstädtische Dynamik erzeugen?

Am Beispiel der Stadt Gelsenkirchen wurde im Workshop diskutiert, welche Partizipations- und Beteiligungsformen es in und für Zivilgesellschaft in Zukunft braucht. Der Gelsenkirchener Ansatz ist auf Stadt- und Stadtteilebene verankert, zielt auf Bildung für nachhaltige Entwicklung und auf die Aktivierung und Selbstwirksamkeit der Stadtgesellschaft ab.

Arbeit an einem konkreten Projekt hilfreich

Im anschließenden Gespräch wurde deutlich, dass viele der teilnehmenden Kommunen hinsichtlich der Partizipation von Bürgerinnen und Bürger und der Zivilgesellschaft noch am Anfang stehen. Um den Prozess glaubwürdig anzugehen, müsse zunächst die Verwaltung ressortübergreifend arbeiten, damit der partizipative Ansatz auf externe Akteure übertragen werden kann. In der Stadt der Zukunft spiele die Partizipation als Prinzip der Vermittlung von Gestaltungskompetenz eine wichtige Rolle und sollte langfristig als Leitbild gelten. Der Fokus solle dabei auf Nicht-Aktiven und – im Sinne der Vermittlung der Gestaltungskompetenz – auf außerschulische Bildungsorte gelegt werden.

Grundsätzlich biete es sich an, mit konkreten Projekten zu starten und an „der flachen Stelle in den Fluss“ einzusteigen, um sich auszuprobieren. Das heißt: Verbindungen, Kontakte und Projekte herzustellen, die sich für das jeweilige Projekt gut anbieten. Dabei ist es wichtig, ergebnisoffen zu sein und auch Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.