WORKSHOP 2: Stadtentwicklung diversitätsbewusst – Osnabrücks Zukunft kennt keine Herkunft

Seda Rass-Turgut, Integrationsbeauftragte, Stadt Osnabrück

Osnabrück hat sich zum Ziel gesetzt, Zugewanderte stärker in die Stadtentwicklung einzubinden und ihre Kompetenzen für die gesellschaftliche, bauliche und wirtschaftliche Entwicklung Osnabrücks zu aktivieren. Dies gilt auch für den Bildungsbereich. Im Rahmen des Workshops hat die Integrationsbeauftragte der Stadt Osnabrück Seda Rass-Turgut von der Zusammenarbeit an der Achse Integration und Stadtentwicklung berichtet und über das Pilotprojekt „Gestalte deine Zukunft“ informiert, für das die Stadt eine Förderung bis 2019 erhält. Im Projekt geht es u. a. darum, zeitgemäße und zielgruppengerechte Formen der Beteiligung zu erarbeiten und zu erproben, die für Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund interessant sind.

Langer aber lohnenswerter Weg zur diversitätsbewussten Verwaltungsstruktur

Unter dem Stichwort „Von der Willkommens- zur Anerkennungskultur“ wurde deutlich, dass innerhalb der Verwaltungen noch einiges getan werden muss, um eine diversitätsbewusste Struktur zu schaffen. „Wir müssen schauen, dass wir alle gemeinsam leben können, ohne den sozialen Frieden zu gefährden“, sagt Seda Rass-Turgut. Die Sensibilisierung für ein Integrationsmanagement in der Verwaltung sowie die Bürgerbeteiligung von Neuzugewanderten spielen hierbei eine wichtige Rolle, um neue Formate zu entwickeln und Empowerment zu leisten. Ebenso scheint die Verzahnung von gesetzlichen Daten und freiwilligen Aufgaben unabdingbar.

Diskutiert wurde auch das Dilemma hinsichtlich Fragen der (ethnischen) Herkunft: Diese sollte eigentlich keine Rolle mehr spielen. Gleichzeitig wird die Herkunft immer wieder thematisiert, beispielsweise wenn es darum geht, dass alle Menschen mit Migrationshintergrund gleichermaßen in Gremien und Strukturen vertreten sind. Lösungsansätze dafür sind Dialog und Selbstreflexion.

Um die Präsentation zu erhalten, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail.