Bildungsmonitoring nutzen: Sozialraumanalyse im kommunalen Bildungsmanagement

Modul 3 der Fortbildungsreihe

Art:

Ort:
Willy-Brandt-Haus
Wilhelmstraße 140
10963 Berlin
Datum:
Mittwoch, 13. September 2017 - 10:00 bis 17:00
Kontakt:

Die passgenaue Planung im Bildungsbereich setzt ein differenziertes Wissen über die Ausgangslagen einer Stadt voraus: Wo ist die Kinderarmut hoch? Von welchen Schulen melden hochgebildete Eltern ihre Kinder systematisch ab? Und wo stehen unterdurchschnittlich viele Angebote des informellen Lernens, etwa Spielplätze oder Freiflächen, zur Verfügung? Ein Bildungsmonitoring kann hier Antworten liefern und so eine datenbasierte Steuerung ermöglichen. Vor allem bei der Frage nach sozialräumlichen Unterschieden innerhalb einer Stadt ist dabei unter anderem die Stadtentwicklung mit ihren Berichtsystemen ein wichtiger Partner.

In Modul 3 unserer Fortbildungsreihe steht die Frage im Fokus, welche Rolle Datenbasierung für ein erfolgreiches kommunales Bildungsmanagement spielt: Welche Daten können Kommunen nutzen? Wie können diese und bestehende Berichtsysteme zusammengeführt werden, um eine integrierte Planung zu befördern? Dabei nimmt die Fortbildung besonders in den Blick, wie Daten sozialräumlich ausgewertet werden können, um die Situation der heterogenen und sozial oftmals polarisierten Stadträume abzubilden.

Neben Grundlagenwissen zur datenbasierten Steuerung und kommunalen Datenquellen vermittelt die Fortbildung Methoden der sozialräumlichen Analyse und Datenaufbereitung. Berücksichtigt werden dabei die Herausforderungen, die sich durch die unterschiedlichen Bezugsgrößen in der Stadtentwicklung, im Jugend- und im Schulbereich sowie durch die entsprechenden Datenanforderungen ergeben. Auch grundsätzliche Überlegungen zu Raumgrößen, wie Stadtteil, Quartier und Sozialraum, werden angestellt. Zudem wird diskutiert, wie sich aus den sozialräumlichen Daten konkrete Handlungsschritte ableiten lassen können bzw. eine Ressourcenzuweisung nach Standort- und Belastungsfaktoren erfolgen kann.

Folgende Themen stehen im Mittelpunkt:

  • Datenlage und Grundlagen des kommunalen Bildungsmonitorings
  • Sozialräumliche Analysen im Bildungsmonitoring
  • Methoden zur Datenaufbereitung und Ergebnispräsentation
  • Möglichkeiten integrierter Berichtssysteme
  • Herausforderungen und Möglichkeiten datenbasierter Steuerung



Die Referenten des Moduls 3:

Klaus Maciol ist ausgewiesener Experte im Themenfeld Bildungs- und Sozialplanung. Seit 20 Jahren ist er in verschiedenen Feldern der Sozialplanung tätig, unter anderem in den Bereichen der Jugendhilfe, Stadtteilarbeit, Suchthilfe sowie aktuell in der integrierten Schul- und Bildungsentwicklung. Darüber hinaus ist er Mitglied im Verein für Sozialplanung (VSOP e.V.) und als Referent für Sozial- und Bildungsplanung sowie Bildungsberichterstattung tätig.

Dr. Tobias Terpoorten ist Angehöriger des Zentrums für interdisziplinäre Regionalforschung der Ruhr-Universität Bochum und Referent der Stadt Duisburg im Bereich der Schulentwicklungsplanung. Seit langem befasst er sich mit sozialräumlichen Aspekten der Bildung. Die Berücksichtigung des geografischen Raumes für die Beobachtung, Bewertung und Steuerung des Bildungsgeschehens steht dabei im Fokus.
 

Zielgruppe:

Die Fortbildung richtet sich an Schlüsselakteure in bundesdeutschen Großstädten und in den Berliner Bezirken, die bereits im Handlungsfeld Bildungsmanagement agieren oder an den Schnittstellen arbeiten. Sie richtet sich insbesondere an die Fachkräfte, die im Rahmen des Bundesprogramms „Bildung integriert“ eingestellt wurden. Wir empfehlen, dass Sie als Team einer Kommune an der Fortbildung teilnehmen. Auf diese Weise erhöhen Sie die Chance, die gewonnenen Erkenntnisse in Ihren Arbeitsalltag zu übertragen.
 

Ansprechperson

Weitere Module der Fortbildungsreihe „Kommunales Bildungsmanagement“ 2017:

Modul 4 „Wirkungsorientierte Steuerung“ wird im Herbst 2017 angeboten. Detaillierte Informationen finden Sie in Kürze hier.